Christophers Leben im Süden Malawis war von Hunger geprägt

Als Kind wuchs Christopher Chitseko im ländlichen Chingale, im Süden Malawis, auf. Sein Leben war von Hunger geprägt. Mit leerem Magen machten sich Christopher und seine Geschwister jeden Morgen auf den beschwerlichen Schulweg – zehn Kilometer hin und zurück! Ihre Eltern versuchten als einfache Bauern alles, um ihre acht Kinder zu versorgen, doch es reichte selten für alle. „Der weite Schulweg war sehr anstrengend. Wir mussten ihn acht Jahre lang zurücklegen”, berichtet Christopher. „Unsere Eltern konnten uns keine Jause in die Schule mitgeben. Es gab viele Tage, an denen wir vor dem Unterricht nichts gegessen hatten. Weil die Wege so weit waren, kamen wir hungrig an und hatten auch in der Pause nichts zu essen.“ Christopher und seine Geschwister haben zwar den Unterricht nie versäumt, doch er räumt ein, dass ihr Schulbesuch vergeblich war.

Zu hungrig um zu lernen

„Ein Lehrer kann denselben Satz viermal wiederholen“, gesteht Christopher, „aber wenn man Hunger hat, kann man nicht begreifen, was er sagen will. Das führt zu schlechten Leistungen im Unterricht.“

Kraft einer täglichen Schulmahlzeit

Alles begann sich zu ändern, als er in die vierte Klasse kam und Mary’s Meals begann, auch in seiner Schule tägliche Mahlzeiten auszugeben. Christopher er klärt, dass Mary’s Meals weit mehr getan hat, als nur seinen Hunger zu stillen: „Als ich von Mary’s Meals hörte, nahmen wir die Nachricht mit Freude auf und waren sehr dankbar. Der Porridge in der Pause war eine große Erleichterung für uns alle. Nach dem Essen hatten wir Kraft, uns zu konzentrieren und zu verstehen, was der Lehrer sagte. Das half uns, unsere Prüfungen zu bestehen und in die nächste Klasse aufzusteigen.

Den Kreislauf der Armut durchbrechen

Chistopher konnte eine weiterführende Schule und anschließend eine Berufsschule besuchen, wo er als Schneider ausgebildet wurde. Heute sitzt er hinter seiner Nähmaschine auf dem belebten Markt von Zomba und führt sein eigenes Geschäft, in dem er Moskitonetze herstellt und verkauft. „Mein Geschäft hat meiner Familie geholfen, ein besseres Leben zu führen. Es hat mir viele Möglichkeiten eröffnet, zum Bei spiel genug Geld zu sparen, um zur Fahr schule zu gehen und meinen Führerschein zu machen. Ich konnte sogar ein Stück Land kaufen. Bald werde ich ein Haus für meine Familie bauen können.“ Seine Arbeit hat ihm Türen geöffnet, wie er es sich früher nicht hätte vorstellen können.

Hoffnung für die nächste Generation

Heute gilt seine Aufmerksamkeit seiner Tochter Mirai: „Mein Traum ist es, dass sie selbstständig wird, eines Tages einen guten Job findet und ihre Familie versorgen kann. Das kann sie aber nur, wenn sie eine gute Ausbildung erhält“, ist Christopher überzeugt.

In Malawi startete Mary’s Meals sein Schulernährungsprogramm zum ersten Mal. Nyasha erklärt eindringlich, warum die Arbeit von Mary’s Melas in seinem Land auch mehr als 20 Jahre danach noch genauso wichtig ist wie damals.

Wie sehr Schulmahlzeiten das Leben der Kinder nachhaltig verändert, können Sie unserem Wirkungsbericht nachlesen: