Unternehmerin Wonderful:
Schulmahlzeiten halfen beim Aufbau ihres Traums
Aufgewachsen im ländlichen Malawi, war Wonderful Msowayas Kindheit geprägt von Hunger, Armut und schulischen Schwierigkeiten. Doch Mary’s Meals half ihr, eine vielversprechende Zukunft mit Bildung und Erfolg im Vordergrund zu gestalten.
Wonderful blickt nicht glücklich auf ihre Zeit an der Chibavi Grundschule in Mzuzu, Nordmalawi, zurück. Geboren und aufgewachsen im ländlichen Malawi, war ihre Familie Eigenversorger und kämpfte mit Armut und Hunger. An den meisten Tagen musste sie zur Schule gehen, ohne etwas gegessen zu haben. Wenig überraschend wirkte sich das auf ihr Studium aus.
„Meine Kindheit war wirklich schwierig, weil meine Eltern finanzielle Schwierigkeiten hatten. Im Dorf [wo sie leben] sind wir auf Landwirtschaft angewiesen. Angesichts der hohen Lebenshaltungskosten muss man beim Ackerbau Dünger, Samen und alles Mögliche kaufen, was für sie sehr schwierig war. Sie konnten sich keinen Sack Dünger leisten.“
„Meine Grundschule war wirklich schwer, weil ich den Unterricht nicht bestanden habe. Ich war immer ein Versagerin. Es war wirklich traurig, denn mit nüchternen Magen zum Unterricht zu gehen, ist es wirklich schwer, sich zu konzentrieren.“
Die Wirkung der täglichen Schulmahlzeiten
Ihr Leben veränderte sich in den letzten zwei Jahren der Grundschule, als sie zu einer ihrer Tanten zog. Die örtliche Grundschule erhielt Mary’s Meals, was bedeutete, dass Wonderful täglich eine Schulmahlzeit hatte.
„In Malawi ist das Grundschulalter der Punkt, an dem man seine Prüfungen für die weiterführende Schule ablegt, daher ist es wirklich wichtig, dass man besteht. Wenn du nicht bestehst, heißt das, du gehst nicht auf die weiterführende Schule.“
„Ich habe meine 8. Klasse bestanden und bin auf die Edinburgh Girls High School in Zuzu gegangen, und zum Glück habe ich auch diese bestanden und wurde ausgewählt, an das Malawi College of Accountancy zu gehen.“

Eine bessere Zukunft aufbauen
Ohne die Unterstützung ihrer Tante und Mary’s Meals glaubt Wonderful, inzwischen 22, dass sie die Schule früh verlassen und jung geheiratet hätte, wie viele Mädchen in ihrer Gemeinde, darunter auch ihre jüngere Schwester.
Der Weg für Wonderful war anders – einer, der von ihrem Ehrgeiz und Erfolg geprägt war.
„Ich habe gerade mein Studium am Malawi College of Accountancy abgeschlossen und vor etwa zwei Jahren mein Unternehmen gegründet. Es heißt Wonder’s Kitchen. Ich mache Kuchen, Frühlingsrollen, Donuts und vieles mehr. Es ist meine Leidenschaft.“
„Mein Traum für mein Geschäft in fünf Jahren ist es, Wonder’s Kitchen als den erfolgreichsten Bäcker in Blantyre zu sehen, nicht nur in Blantyre, sondern in ganz Malawi.“
Neben der Führung ihres eigenen Unternehmens ist sie auch eine stolze Mary’s Meals Malawi Jugendbotschafterin – sie hilft dabei, Spenden zu sammeln und das Bewusstsein für die Wohltätigkeitsorganisation zu stärken, die ihrer Kindheit nach so viel beigetragen hat. Und sie hofft, dass zukünftige Generationen von Kindern in Malawi mit der Unterstützung von Mary’s Meals ihre eigene Bildung und Träume verwirklichen können.
„Bildung ist wie eine neue Chance im Leben“, sagt sie. „Wenn es keine Bildung gäbe, glaube ich nicht, dass viele von uns die Ziele im Leben erreichen könnten, denn ohne Bildung gibt es kein Wissen.
„Mein Traum für die Kinder Malawis ist, dass sie an ihre Träume glauben und an sich selbst.“



